Dr. Frédéric Stroh
Historiker | Dokumentarfilmer

In der Erwartung des Aufbaus dieser Website, finden Sie hier eine kurze Darstellung meines Werdeganges und meiner Arbeit. Nach dem Studium der Geschichte, Geographie und Ethnologie habe ich an französischen Collèges und Gymnasien sowie an der Université de Strasbourg gelehrt. Ich bin nun Forscher der Zeitgeschichte und Dokumentarfilmer mit einer Spezialisierung auf die Geschichte des Nationalsozialismus, der Homosexualitäten, des Elsass und der anderen vom Dritten Reich annektierten Gebiete in Europa.

Nach einem Forschungsaufenthalt an der Technischen Universität Dresden und am Zentrum Marc Bloch in Berlin habe ich 2018 in Zeitgeschichte an der Université de Strasbourg promoviert. Meine Doktorarbeit ist dem Thema Justiz und Homosexualität im Nationalsozialismus: eine vergleichende Studie zu Baden und Elsass gewidmet und wurde mit dem Schöpflin-Preis 2019 des Fördervereines des Generalslandesarchivs Karlsruhe ausgezeichnet. Ich habe dann in Polen und Slowenien über die Homosexualitäten unter deutscher Besatzung (1939-1945) mit der Unterstützung des Deutschen Historischen Instituts Warschau geforscht. Zurzeit bin ich assoziiertes Mitglied des Forschungszentrums ARCHE von der Université de Strasbourg und führe ein Forschungsprojekt für das Saarland über die Verfolgung der männlichen Homosexualität zwischen 1933 und 1994 durch.

Ich arbeite darüber hinaus zur Geschichte des annektierten Elsass und der Zwangsrekrutierung. Unter anderem habe ich den Sammelband Die Zwangsrekrutierung in den vom Dritten Reich annektierten Gebieten (2016) bei den Presses Universitaires de Strasbourg mit Peter M. Quadflieg herausgegeben. Den Dokumentarfilm Torgau 1939-1945 - Chronik einer Militärjustiz (2013) habe ich bei einer gemeinsamen Produktion von Ana Films und France 3 Alsace geschrieben und mit Jean-Marie Fawer mitgestaltet. Dafür wurde ich für den deutsch-französischen Journalistenpreis in der Kategorie „Nachwuchspreis“ 2014 nominiert.

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Kontakt: post(at)frederic-stroh.eu